Getting lost in Nature

Heute mal eine kleine abstraktere Arbeit. Da ich so lange nichts Foto-artiges gemacht habe, musste ich mich etwas ausleben. 
Ich mag es – es unterstreicht, was ich oft fühle. Eine innige Verbundenheit mit der Natur. Draußen sein, sich verlieren und zu sich finden. Ergeht es euch auch so?
Habt ihr auch einen Ort, an dem ihr so runter kommt?

Haus am See

Ich hatte ja mal ein Update versprochen. Warum ich so schweigsam bin. So faul. Nichts mehr hochlade. Eigentlich wollte ich das schon längst geschrieben haben. 
Nunja. Es kommt eben immer anders als man es plant.

Also, der Grund für meine Abwesenheit in den sozialen medien in den letzten Monaten ist einfach: das Leben hat mich eingeholt. Das wirkliche Leben. Als Studentin/Doktorandin war mein Freizeitspielraum doch um einiges größer, als ich dachte. Rückblickend finde ich, habe ich  mich echt angestellt – ich vermisse die Zeit.
Mit einem ‚richtigen‘ Beruf, einem Mann und einem Hund bleibt einfach nicht soviel Zeit für Schnickschnack, wie ich ihn mal hatte. Vor allem, seit ich (Gott sei Dank) keine Wochenendbeziehung mehr führen muss, und mit meinem besten Freund und liebsten Mensch verheiratet bin. Wenn ich von der Arbeit heim komme, dann will mein Kopf Ruhe. Dann machen wir Sport, bewegen den Hund, kochen Essen und entspannen.
Mein Bedürfnis dann noch den Laptop hochzufahren und Fotos zu bearbeiten oder irgendetwas zu posten, ist eher gering – ganz ehrlich. Momentan ist meine Inspiration was Fotografie angeht auch nicht so wie sie mal war. Eben einfach, weil ich auch nicht mehr so viel Zeit habe, in den sozialen Medien rumzuhängen, und andere fotografen zu bewundern. Ich liebe die Fotografie immernoch, aber ich habe das Gefühl, dass eine kleine Auszeit nicht schadet – vor allem wenn das Bedürfnis einfach nicht da ist. Das ist ein Grund, weshalb ich gerade so ’scheintot‘ bin.

Der zweite Grund ist: Wir kaufen ein Haus. Bevor jetzt alle ausflippen ‚Oh mein Gott, das sieht ja traumhaft aus‘ – das ist nur irgendein Haus an irgendeinem See. Ich will mein privates Stück Glück nicht hier im Internet zur Schau stellen. Aber es ist trotzdem traumhaft. Es ist schön, es ist gemütlich und es ist tatsächlich am See – nicht so direkt wie oben im Bild, See und Haus sind auch nicht so groß, aber für uns ist es perfekt. Wir haben innerhalb von 5 Wochen von der Bsichtigung über die Finanzierung, Küchenplanung und Nachmietersuche für unsere Wohnung jetzt sogut wie alles durch und unterschreiben Anfang Dezember den Kaufvertrag.
Also selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich euch zeitlich kaum auf dem laufenden halten können. 

Und es gibt noch ein kleines Update. Ihr wisst, meine Fotografie ist als Gewerbe gemeldet. Viele wissen auch, dass ich  meine Kreativität auf viele Kanäle verteile, nicht nur Fotografie. Ich habe mein Gewerbe erweitert, sodass es nun auch Handarbeiten einschließt. Momentan ist das mein kreatives Ventil. Weil ich es ohne Laptop gemütlich beim Fernsehen auf dem Sofa machen kann. Ich habe einen Narren an Hundehalsbändern und -leinen gefressen. Mein nächstes Projekt sind Pferdeprodukte, Stricke, Zügel, Stirn- und Nasenriemen, oder vielleicht auch ein komplettes Halfter (hier werde ich noch Kooperationspartner brauchen!).
Und außer Tierprodukten, mache ich auch Accessoires für Humans – momentan arbeite ich an (Trachten-)Tüchern. Einige haben das vielleicht auf Instagram schon gesehen, wenn sie meinem privaten Profil dort folgen (@koerschtinchen). Momentan macht mich das sehr glücklich – es funktioniert einfach. Vielleicht kann ich da auch mal das ein oder andere Tutorial zur Verfügung stellen, wenn Bedarf besteht. Bestellungen nehme ich auch an – ich berate euch gern  (:

Und das ist der Stand der Dinge. Ich bin einfach mit dem Leben beschäftigt – und das Leben entwickelt sich einfach, man kann es immer nur zu einem geringen Maße planen. Ich bin ohnehin kein Planer – ich weiß, dass ich meinem Gefühl folgen muss, damit etwas für mich funktioniert. Und da ich mir, dank meines Hauptberufes, aussuchen kann, was ich nebenher so tue, habe ich da eine sehr gute Grundlage. 
Ich hoffe, ihr freut euch ein bisschen mit mir – es läuft echt alles prima! Auch wenn ich visuell nicht soviel liefere, wie ihr es kennt. Die Zeit kommt sicher auch wieder, gerade wenn es hier in Bayern bald zum ersten Mal schneit. Und ihr kennt mich ja – Ideen habe ich genug!
Schreibt mir gern – ich liebe es zu kommunizieren. dafür muss ich ja nicht jeden Abend den Laptop rauskramen. Ihr wisst wo ihr mich findet.
That so far – more soon.

Love, Kristin

Diagnose: Krebs

Krebs – diese Krankheit kennt jeder. Jeder kennt jemanden, der jemanden kennt der Krebs hatte, oder hat. Wenn man nicht selbst betroffen ist, dann schiebt man leicht beiseite, wie allgegenwärtig Krebs eigentlich ist. 

Ein paar Zahlen:

Jedes Jahr gibt es in Deutschland ungefähr 70.000 Neuerkrankungen an Brustkrebs. Brustkrebs ist der häufigste, bösartige Tumor bei Frauen in Deutschland. In etwa 15% der Fälle verläuft diese Krankheit tödlich. Das bedeutet von 70.000 an Brustkrebs erkrankten Frauen sterben 10.500 im Laufe ihrer Erkrankung.

Jedes Jahr erkranken etwa 7.100 Frauen an Eierstockkrebs. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt 41%, das bedeutet, 5 Jahre nach der Diagnose, sind nur noch 2.911 dieser Frauen am Leben.

Die häufigste Krebserkrankung bei Männern ist Prostatakrebs. Jährlich gibt es in Deutschland etwa 64.000 neue Fälle.

An Darmkrebs erkranken pro Jahr in Deutschland etwa 62.000 Menschen. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 63% – 5 Jahre nach der Diagnose sind noch etwa 39.000 Darmkrebspatienten am Leben.

Erstmal erschrickt man vermutlich, wenn man diese Zahlen liest. Aber dann relativiert man vermutlich schnell – denn immerhin hat Deutschland mehr als 82 Millionen Einwohner. Dagegen sind 70.000 doch verschwindend gering. Oder?

Das Risiko einer Frau, in Ihrem Leben an Brustkrebs zu erkranken, liegt bei über 10% – das bedeutet eine aus 10 Frauen wird in Ihrem Leben an Brustkrebs erkranken. Bei Prostatakrebs liegt das Risiko bei etwa 15%. Klar – das betrifft euch sicher nicht – immerhin hatte in eurer Familie niemals jemand Krebs. Also was solls?

Das ist natürlich nicht ganz unwahr – man unterscheidet im Allgemeinen zwischen drei verschiedenen Arten der Krebserkrankungen: erblichen Krebs (durch Mutationen verursacht und von Generation auf Generation vererbt), familiären Krebs (vermutlich durch eine Kombination von erblichen – und Umweltfaktoren zu Stande kommend, der nicht eindeutig von Generation zu Generation vererbt wird) und sporadischen Krebs.

Sporadischer Krebs ist der Krebs, der einfach auftaucht – ohne Vorgeschichte. Diese Art von Krebs macht weit mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen aus. Das ist die Art von Krebs der man mit Früherkennung beikommen will – Früherkennung gibt es standardmäßig aber nur für sehr wenige Krebsarten, wie zum Beispiel Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs. Klar, dass sind auch die häufigsten Krebserkrankungen – aber was ist mit Magenkrebs? Immerhin 15.600 Fälle von Magenkrebs pro Jahr. Oder Bauspeicheldrüsenkrebs? Das sind jährlich etwa 16.700 Fälle.

Warum mir das wichtig ist:

Für solche Krebsarten gibt es keine Früherkennung. Bei sporadischem Krebs ist man wirklich gelackmeiert. Oftmals wird er, eben weil es für viele Krebsarten keine Früherkennung gibt, zu spät festgestellt. Davon hat man schon gehört. Tante Erna von der Bekannten von Tim, die hatte doch auch Krebs, und da konnte man auch nichts mehr machen. Kennt man und will man definitiv niemals haben. Auch wenn es mittlerweile Früherkennung und Vorsorge, sowie für einige Krebsarten sehr gute Behandlungschancen gibt – in vielen Fällen verläuft eine Krebserkrankung immernoch tödlich!

Wenn es also in einer Familie mehrere Fälle von Krebs gibt, dann ist es durchaus sinnvoll, da mal nachzuforschen. Krebs kann erblich sein. Es gibt verschiedene erbliche Krebssyndrome, die zum Beispiel das erbliche Brust-und Eierstockkrebs Syndrom, oder auch das Lynch Syndrom. Personen mit einem solchen Syndrom sind Mutationsträger – sie tragen eine Veränderung in einem Gen, die ihr Risiko, an bestimmten Arten von Krebs zu erkranken, erhöht.

Solche Mutationen können nachgewiesen werden. Das Wissen um so eine Mutation, ermöglicht es Ärzten, frühzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen oder Behandlungen einzuleiten, um das Krebsrisiko zu senken, oder eine Erkrankung sogar ganz zu verhindern – das kann Leben retten!

Seit ich mich durch die Arbeit mit erblichem Krebs beschäftige, treffe ich (gefühlt) viel mehr Leute als vorher, die eine familiäre Krebsgeschichte haben. Auch die Melanom-Erkrankung eines Bekannten sehe ich jetzt mit anderen Augen. Die Schulungen die ich im Zuge meiner Arbeit mache, zeigen mir schonungslos, was einen Krebspatienten nach der Diagnose erwartet – ob Operation, Bestrahlung, Chemotherapie oder alles auf einmal – es ist nichts, was ich jemandem wünschen würde! Und daher ist es für mich auch ein Anliegen, zu informieren. Vieles, was ich in den letzten Monaten gelernt habe, wusste ich so selbst nicht – und ich bin Biologin und nicht so weit ab vom Schuss, was meine Ausbildung angeht. Wieviel weiß man also über erblichen Krebs, wenn man damit nix am Hut hat? … aber eventuell eben doch betroffen sein könnte?

Ich will keine Panik oder Angst schüren, ich möchte nur über ein Thema sprechen, dass viele vermutlich ignorieren – weil sie selbst eben nicht betroffen sind, welches aber trotzdem wichtig ist. Was mir irgendwie unter Nägeln brennt, und mich beschäftigt.
Wen es interessiert, der wir hier demnächst Hintergrundinformationen zu erblichen Krebssyndromen finden, zu den relevanten Genen und vielem mehr. Und fragen könnt ihr auch immer. Ich bin kein Arzt und kein Experte und muss euch eventuell an einen Mediziner verweisen oder Infoseiten empfehlen. Mir ist nur wichtig, dass ihr sensibilisiert seid. Denn ich wünsche euch allen und auch mir ein krebsfreies Leben – oder zumindest, nicht davon überrascht zu werden.

Alles Liebe, Kristin 

(Das Beitragsbild ist NICHT von mir, Quelle: StockSnap.io – für meine Blogbeiträge nutze ich gern ab und zu Fotos, die nicht von mir sind.)

Goodbye, Sommer-Abendlicht!

Körschti und das Arbeitsleben

Hallo Welt. Ja, ich lebe.

Mittlerweile bin ich seit 3 Monaten im Arbeitsleben angekommen. In diesen 3 Monaten war es besonders still um mich. Nach den 6 Monaten der Arbeitssuche, war es schon eine Umstellung, wieder in einen ‚geregelten‘ Tagesablauf hineinzufinden.
Natürlich war auch der neue Job, die neuen Kollegen, das neue Aufgaben- und Themengebiet zuerst einmal sehr anstrengend. Ich musste mich einarbeiten, ankommen.
Mittlerweile fühle ich mich etwas angekommen. Und ich merke auch, dass es mir fehlt, das zu tun, was ich vorher getan habe. Zu fotografieren, zu schreiben. Während der Arbeitssuche gab es recht wenig zu schreiben – außer über meine generelle Frustration mit dem Bewerbungsprozess (zum Beispiel den von mir besonders gehassten Anschreiben).

Jetzt ist das etwas anders. Ich arbeite für einen Amerikanischen Genetik-Konzern, welcher (in Deutschland) auf die genetische und genomische Testung von Krebskrankheiten spezialisiert ist. Das ist ein wahnsinnig spannendes Thema, und ich habe in den letzten Monaten unglaublich viel gelernt. Auch, dass es kein immer einfaches Thema ist. Wenn man sich intensiv mit dem Thema Krebs auseinandersetzt, kann man es schon mal mit der Angst zu tun bekommen, auch wenn man selbst überhaupt nicht betroffen ist.
Außerdem habe ich viel über das deutsche Gesundheitssystem gelernt, wie es funktioniert, auf welcher Basis Entscheidung (teilweise lebenswichtige Entscheidungen) getroffen werden, wer die Entscheider sind. Das war aufschlussreich – und zwar nicht auf eine positive Art und Weise. Tatsächlich war ich von einigen Dingen so schockiert, dass ich mich tagelang damit beschäftigt habe.

Rückblickend denke ich, hätte ich mir vieles denken können, war ich vermutlich einfach sehr naiv.
Aber war ich das wirklich? Eine Frage die mich sehr beschäftigt. Meine Arbeit gibt mir viele Einblicke bei denen ich mir denke – das läuft irgendwie falsch. Im Hinblick auf Patientenaufklärung, Patientenbehandlung (aus Sicht der Mediziner und auch der Krankenkassen) läuft meiner Meinung nach einfach so viel falsch – da habe ich selten mal ein Erlebnis, was wirklich positiv ist.
Ich betreue ein Kundentelefon, an dem ich es mit Medizinern, die Testungen durchführen, aber auch mit Patienten, die getestet werden möchten, oder getestet wurden, zu tun habe. Da  gab es schon so einige Gespräche, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.

Ihr seht, ich bin wieder beschäftigt – ich habe nicht nur Arbeit, ich habe auch sehr viel Stoff zum Nachdenken. Und daher habe ich beschlossen, wieder anzufangen zu schreiben. Meine Gedanken zu teilen. Meine Sicht auf die Dinge. Die persönliche Sicht einer Biologin, die die ersten Schritte im Gesundheitssystem macht, auf Seiten der Pharmaindustrie. Dinge, die mich nachdenklich stimmen und über die man durchaus auch mal nachdenken sollte, oder kann.

Erwartet demnächst mehr von mir. Schaut einfach rein – ob es euch taugt oder nicht muss dann am Ende jeder selbst entscheiden. Aber da es Leute gibt, die über Beautyprodukte bloggen, oder über Essen, oder über Strickereifortschritte, kann es meiner Meinung nach auch jemanden geben, der gesundheitsrelevante Themen schreibt. Krebs, Krebsfrüherkennung, das deutsche Gesundheitssystem und seine Macken, und warum es ab und an wirklich Sinn macht, sich selbst zu informieren. Und tatsächlich auch mal den eigenen Arzt zu hinterfragen.

MERMAID

Ein erstes Ergebnis aus einem wundervollen Shooting an der Amper. Endlich ist es warm genug für Wasserfotos!

FENSTERLICHT

Ich muss gestehen – ich werde immer mehr Indoorfan. Ja, immernoch natürliches Licht. Kein Geblitze. Aber unsere Wohnung hier in Eichenau hat so tolle Fenster! Das Dachfenster ist großartig – aber diesmal habe ich auch die Balkon-Fensterfront getestet. Was soll ich sagen – es ist großartig! Die Sonne schien und wurde über den Boden des Balkons leicht reflektiert! Total cool!

Also kann man auch mal ein kleines Shooting bei mir zu Hause stattfinden lassen. Als Schnuppershooting zum Beispiel. Bei einer schönen Tasse Kaffee – oder einem Gläschen Sekt 🙂

Hier seht ihr das Vorher/Nachher dazu – ich musste nicht viel tun, bei meinem tollen Model!

SUMMER EVENINGS

Ein kleines Ergebnis von einem recht spontanen Shooting am Montag Abend. Kiras Mann hat es für sie organisiert und wir haben im Wald ein paar schöne Naturaufnahmen gemacht – mit dem fernen Donnergrummeln des Gewitters am Ammersee in der Luft. Aber wir hatten Glück und blieben trocken!
Hier nochmal der Vergleich: oben OOC (out of cam, unbearbeitet), unten nach Retusche und Farbanpassung.

NATURE AWAKENING

Wir haben die Blüten eingeweiht, am Montag. Leider gab es dann zwei Tage Regen, und heute sieht es alles schon gar nicht mehr so wundervoll aus. Die meisten Blüten in den unterem Baumbereichen sind mittlerweile verblüht – und mal im Ernst: warum schneiden alle ihren Kirschen, Magnolien und Mandeln die unteren Äste bis auf 2-3m Höhe ab? Wie soll ich da meine Models  hinkriegen? 🙁
Ich fänd’s toll, wenn überall Bäume mit Ästen bis auf den Boden ständen – in voller Blüte.
Kann ich das bitte haben?

Miri und ich haben dann ein Büsche bemüht. Ich nehme was ich kriege – schöne Bilder geht immer und überall!

FLOWER CROWN

Ein schnelles Vorher/Nachher für euch – da ich schon so lange keins mehr gepostet habe.
Wusstet ihr, dass ich extra dafür jetzt einen Instagram Account eingerichtet habe? Dort poste ich zu jedem Bild, welches ich veröffentliche, einen Vorher/Nachher Vergleich. Da könnt ihr jederzeit und überall reinschauen, und euch einen Eindruck machen, wie ich arbeite – was noch passiert, nachdem ich den Auslöser betätigt habe!
Schaut mal rein: @kristinkaiser_beforeafter