Time out – Entschleunigung

Ihr kennt schon, dass ich mich eigentlich laufend entschuldige, dass ich nicht so viel schreibe. Dann kommt der Grund warum. Und dann schreibe ich wieder sehr lange nichts.

Diesmal ist es nicht anders. Der Grund ist, ich komme einfach nicht dazu – weil im Moment andere Dinge an erster Stelle stehen.

Ich hatte berichtet, dass wir ein Haus gekauft haben. Am 29. Dezember haben wir den Schlüssel bekommen. Und dann haben wir 3 Tage fleißig gestrichen, bevor wir angefangen haben, unsere Wohnung auszuräumen. Wir sind relativ fix bis zum 07. Januar ausgezogen und haben die Wohnung am 14. An unsere Nachmieter übergeben. Zu dem Zeitpunkt hatten wir ein Sofa, einen Esstisch und ein Bett stehen. Und jede Menge Kartons. Seit dem 08. Januar arbeiten wir beide wieder. Vollzeit.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass es seitdem langsamer voran geht. Definitiv. Ich habe wieder angefangen regelmäßig meinen Sport zu machen. Damit ich nicht völlig freidrehe, verspanne, nicht mehr schlafe. Daher ist an den Abenden, wenn ich nach Hause komme, eigentlich nicht mehr viel dran. Ab und zu möchte ich dann ja auch nochmal eine Runde mit meinem Hund spazieren gehen. Der Tag bräuchte also viel mehr Stunden.

Ich weiß nicht wann ich zum letzten mal den Laptop anhatte. Dabei läuft mittlerweile sogar mein Server wieder. Aber ich sitze doch zu wenig herum und weiß nichts mit mir anzufangen 😉
Mittlerweile ist das Haus schon sehr gemütlich. Wir haben Waschbecken im Badezimmer, und auch Möbel, das Gästezimmer ist eingeräumt, das Gästebad ist seit gestern gestrichen und hat einen Spiegel. Langsam wird’s.

Momentan warten wir auf unsere Küche. Und darauf, dass wir Fenster in unsere Kellerräume bekommen. Da sind zwar welche drin, aber die sind alt – und schließen nicht richtig, wie es Kellerfenster so selten tun. Wir wollen diese Räume aber aktiv nutzen – als Werkraum und als Studio – und es ist nicht so gemütlich bei 10°C. Wenn die Fenster drin sind, können wir dann auch anfangen, endlich den Keller entsprechend einzurichten und einzuräumen. Momentan steht er nämlich voll mit Möbeln, die sonst keinen Platz gefunden haben und den restlichen Umzugskartons.

Ja, das Ganze ist ein Prozess. Mittlerweile fühlt man sich auch wohl, wenn man nach Hause kommt. Der Flur ist gestrichen und wir haben eine Garderobe, und im Treppenaufgang hängen auch schon ein paar Bilder. Das Wohnzimmer und unser Schlafzimmer sind auch sehr gemütlich. Man kann es schon gut aushalten jetzt. Und daher atmen wir gerade etwas durch. Und realisieren. Und haben noch genug zu tun.

Daher Funkstille. Ich lebe, und ich finde ich sicher auch wieder in einen regelmäßigeren Rhythmus, um mich mittzuteilen oder euch mit Inhalten zu versorgen. Viele wissen, dass ich mich neben der Fotografie auch mit Handgemachtem selbständig gemacht habe – und das genieße ich auch sehr. Abends noch ein bisschen was basteln, ob Halstuch oder Hundeleine oder Halsband – egal. Ich kann dabei wunderbar abschalten.

So bin ich eben. Und so ist auch mein Leben zur Zeit, und alles andere muss irgendwie da rein passen. Und mir gut tun. Ich weiß, die meisten verstehen dass, und die, die es nicht verstehen, die sind mir dann auch herzlich egal. Die wichtigen Menschen verfolgen was ich tue, egal wie oft ich das mache 😉

Ich wünsch euch was, und melde mich wieder. Versprochen.

Love, Kristin

Getting lost in Nature

Heute mal eine kleine abstraktere Arbeit. Da ich so lange nichts Foto-artiges gemacht habe, musste ich mich etwas ausleben. 
Ich mag es – es unterstreicht, was ich oft fühle. Eine innige Verbundenheit mit der Natur. Draußen sein, sich verlieren und zu sich finden. Ergeht es euch auch so?
Habt ihr auch einen Ort, an dem ihr so runter kommt?

Haus am See

Ich hatte ja mal ein Update versprochen. Warum ich so schweigsam bin. So faul. Nichts mehr hochlade. Eigentlich wollte ich das schon längst geschrieben haben. 
Nunja. Es kommt eben immer anders als man es plant.

Also, der Grund für meine Abwesenheit in den sozialen medien in den letzten Monaten ist einfach: das Leben hat mich eingeholt. Das wirkliche Leben. Als Studentin/Doktorandin war mein Freizeitspielraum doch um einiges größer, als ich dachte. Rückblickend finde ich, habe ich  mich echt angestellt – ich vermisse die Zeit.
Mit einem ‚richtigen‘ Beruf, einem Mann und einem Hund bleibt einfach nicht soviel Zeit für Schnickschnack, wie ich ihn mal hatte. Vor allem, seit ich (Gott sei Dank) keine Wochenendbeziehung mehr führen muss, und mit meinem besten Freund und liebsten Mensch verheiratet bin. Wenn ich von der Arbeit heim komme, dann will mein Kopf Ruhe. Dann machen wir Sport, bewegen den Hund, kochen Essen und entspannen.
Mein Bedürfnis dann noch den Laptop hochzufahren und Fotos zu bearbeiten oder irgendetwas zu posten, ist eher gering – ganz ehrlich. Momentan ist meine Inspiration was Fotografie angeht auch nicht so wie sie mal war. Eben einfach, weil ich auch nicht mehr so viel Zeit habe, in den sozialen Medien rumzuhängen, und andere fotografen zu bewundern. Ich liebe die Fotografie immernoch, aber ich habe das Gefühl, dass eine kleine Auszeit nicht schadet – vor allem wenn das Bedürfnis einfach nicht da ist. Das ist ein Grund, weshalb ich gerade so ’scheintot‘ bin.

Der zweite Grund ist: Wir kaufen ein Haus. Bevor jetzt alle ausflippen ‚Oh mein Gott, das sieht ja traumhaft aus‘ – das ist nur irgendein Haus an irgendeinem See. Ich will mein privates Stück Glück nicht hier im Internet zur Schau stellen. Aber es ist trotzdem traumhaft. Es ist schön, es ist gemütlich und es ist tatsächlich am See – nicht so direkt wie oben im Bild, See und Haus sind auch nicht so groß, aber für uns ist es perfekt. Wir haben innerhalb von 5 Wochen von der Bsichtigung über die Finanzierung, Küchenplanung und Nachmietersuche für unsere Wohnung jetzt sogut wie alles durch und unterschreiben Anfang Dezember den Kaufvertrag.
Also selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich euch zeitlich kaum auf dem laufenden halten können. 

Und es gibt noch ein kleines Update. Ihr wisst, meine Fotografie ist als Gewerbe gemeldet. Viele wissen auch, dass ich  meine Kreativität auf viele Kanäle verteile, nicht nur Fotografie. Ich habe mein Gewerbe erweitert, sodass es nun auch Handarbeiten einschließt. Momentan ist das mein kreatives Ventil. Weil ich es ohne Laptop gemütlich beim Fernsehen auf dem Sofa machen kann. Ich habe einen Narren an Hundehalsbändern und -leinen gefressen. Mein nächstes Projekt sind Pferdeprodukte, Stricke, Zügel, Stirn- und Nasenriemen, oder vielleicht auch ein komplettes Halfter (hier werde ich noch Kooperationspartner brauchen!).
Und außer Tierprodukten, mache ich auch Accessoires für Humans – momentan arbeite ich an (Trachten-)Tüchern. Einige haben das vielleicht auf Instagram schon gesehen, wenn sie meinem privaten Profil dort folgen (@koerschtinchen). Momentan macht mich das sehr glücklich – es funktioniert einfach. Vielleicht kann ich da auch mal das ein oder andere Tutorial zur Verfügung stellen, wenn Bedarf besteht. Bestellungen nehme ich auch an – ich berate euch gern  (:

Und das ist der Stand der Dinge. Ich bin einfach mit dem Leben beschäftigt – und das Leben entwickelt sich einfach, man kann es immer nur zu einem geringen Maße planen. Ich bin ohnehin kein Planer – ich weiß, dass ich meinem Gefühl folgen muss, damit etwas für mich funktioniert. Und da ich mir, dank meines Hauptberufes, aussuchen kann, was ich nebenher so tue, habe ich da eine sehr gute Grundlage. 
Ich hoffe, ihr freut euch ein bisschen mit mir – es läuft echt alles prima! Auch wenn ich visuell nicht soviel liefere, wie ihr es kennt. Die Zeit kommt sicher auch wieder, gerade wenn es hier in Bayern bald zum ersten Mal schneit. Und ihr kennt mich ja – Ideen habe ich genug!
Schreibt mir gern – ich liebe es zu kommunizieren. dafür muss ich ja nicht jeden Abend den Laptop rauskramen. Ihr wisst wo ihr mich findet.
That so far – more soon.

Love, Kristin

FENSTERLICHT

Ich muss gestehen – ich werde immer mehr Indoorfan. Ja, immernoch natürliches Licht. Kein Geblitze. Aber unsere Wohnung hier in Eichenau hat so tolle Fenster! Das Dachfenster ist großartig – aber diesmal habe ich auch die Balkon-Fensterfront getestet. Was soll ich sagen – es ist großartig! Die Sonne schien und wurde über den Boden des Balkons leicht reflektiert! Total cool!

Also kann man auch mal ein kleines Shooting bei mir zu Hause stattfinden lassen. Als Schnuppershooting zum Beispiel. Bei einer schönen Tasse Kaffee – oder einem Gläschen Sekt 🙂

Hier seht ihr das Vorher/Nachher dazu – ich musste nicht viel tun, bei meinem tollen Model!

SUMMER EVENINGS

Ein kleines Ergebnis von einem recht spontanen Shooting am Montag Abend. Kiras Mann hat es für sie organisiert und wir haben im Wald ein paar schöne Naturaufnahmen gemacht – mit dem fernen Donnergrummeln des Gewitters am Ammersee in der Luft. Aber wir hatten Glück und blieben trocken!
Hier nochmal der Vergleich: oben OOC (out of cam, unbearbeitet), unten nach Retusche und Farbanpassung.

NATURE AWAKENING

Wir haben die Blüten eingeweiht, am Montag. Leider gab es dann zwei Tage Regen, und heute sieht es alles schon gar nicht mehr so wundervoll aus. Die meisten Blüten in den unterem Baumbereichen sind mittlerweile verblüht – und mal im Ernst: warum schneiden alle ihren Kirschen, Magnolien und Mandeln die unteren Äste bis auf 2-3m Höhe ab? Wie soll ich da meine Models  hinkriegen? 🙁
Ich fänd’s toll, wenn überall Bäume mit Ästen bis auf den Boden ständen – in voller Blüte.
Kann ich das bitte haben?

Miri und ich haben dann ein Büsche bemüht. Ich nehme was ich kriege – schöne Bilder geht immer und überall!

FLOWER CROWN

Ein schnelles Vorher/Nachher für euch – da ich schon so lange keins mehr gepostet habe.
Wusstet ihr, dass ich extra dafür jetzt einen Instagram Account eingerichtet habe? Dort poste ich zu jedem Bild, welches ich veröffentliche, einen Vorher/Nachher Vergleich. Da könnt ihr jederzeit und überall reinschauen, und euch einen Eindruck machen, wie ich arbeite – was noch passiert, nachdem ich den Auslöser betätigt habe!
Schaut mal rein: @kristinkaiser_beforeafter

… und warum ich mich damit so schwer tue

Einige von euch waren vielleicht auch schon in der Position, gerade wenn ihr studiert und ein Studium abgeschlossen habt. Diese schöne Situation die man dir als ‚arbeitssuchend‘ verkauft, die aber landläufig als ‚arbeitslos‘ bekannt ist. Aber arbeitslos klingt halt nicht so schön. Ich finde irgendwie auch, dass diesem Wort etwas negatives anhängt. Nicht nur, dass es Mist ist, arbeitslos zu sein, aber irgendwie assoziiere ich es automatisch mit Faulheit, Unmut, Desinteresse.

Allerdings kann ich das von mir so nicht sagen. Ich möchte tatsächlich arbeiten – ich habe jetzt lange studiert und mich qualifiziert. Jetzt will ich diese Qualifikationen auch nutzen!
Das Problem mit dem Arbeitsmarkt ist, dass man grundsätzlich eine gewisse Berufserfahrung voraussetzt. Die 4 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni während der Promotion zählen da oftmals nicht, obwohl man in dieser Zeit ja nun durchaus einer Tätigkeit nachgeht. Und nicht zu knapp.
Man bekommt also oft schon Absagen, einfach nur, weil man ‚frisch von der Uni‘ ist. Und sowas nervt und nagt am Selbstbewusstsein.
Natürlich sind dort draußen Jobs, für die Qualifikationen notwendig sind, die ich bisher noch nicht habe. Trotzdem bin ich qualifiziert für den Job, und ich habe über Jahre bewiesen, dass ich mich in neue Tätigkeiten und Bereiche einarbeiten kann, dass ich Herausforderungen meistern und Probleme lösen kann – jeder Doktorand hat das während seiner Promotion. Gebt uns eine Chance! Wir können das!

Mein Lieblingsteil einer Bewerbung ist immer das Anschreiben (nicht). Ich bin mir nicht sicher, ob ich verstehe wozu es nun eigentlich nötig ist… Aber ich tue mich schwer damit. Ich bin einfach kein Fan von Selbstbeweihräucherung. Ich weiß was ich kann. Mir ist es unangenehm zu schreiben dass ich ‚perfekt im Team arbeite‘ oder eine ‚großartige Ergänzung für das Team‘ bin. Die Einstellung neuer Mitarbeiter ist etwas zutiefst persönliches, subjektives. Wenn ‚die Chemie‘ nicht stimmt, dann ist es SEHR unwahrscheinlich, dass man einen Job bekommt. Es ist einfach wichtig WER man ist, ob man zur Firma / ins Team passt. Kurz: Persönlichkeit spielt eine sehr große Rolle (Überraschung).
Meine Persönlichkeit kann ich schwer in einem Anschreiben ausdrücken. Um etwas über mich zu Erfahren, lädt man mich im Optimalfall zu einem Gespräch ein. Und das tut man auch nur, wenn die Qualifikationen (sprich der Lebenslauf) passen. Also wozu dieses Anschreiben mit dem ich mich jedes Mal quäle, welches mir immer irgendwie ein komisches Gefühl aufzwingt und bei dem ich immer irgendwie ’schleimig‘ fühle?

Es gibt da neuerdings eine App namens truffls, und ich mag die Idee dahinter. Ihr ladet euren Lebenslauf hoch und erstellt ein Suchprofil für relevante Jobs. Wenn ihr einen Job findet, der euch taugt, dann könnte ihr einfach durch ein Swipe nach rechts euer anonymisiertes Profil (mit all euren Qualifikationen) an das entsprechende Unternehmen senden. Falls ihr dem Unternehmen taugt (auf Basis eurer Qualifikation), können sie dann mit euch in Kontakt treten.
Kein nerviges Anschreiben. Kein Rumgelaber. Nur auf Basis dessen, was IHR draufhabt.
Ist doch cool oder?

 

Alles in allem gilt bei der Jobsuche das selbe wie im Business – durchhalten und sich nicht unterkriegen lassen. Planen (Bewerbungsportrale durchforsten, Jobalerts einrichten, schreiben schreiben schreiben, Gespräche vorbereiten,…) und wenn eine Absage kommt das Krönchen richten und weitermachen.
Auch wenn es für mich jedes mal ein Stich ins Herz ist. Und immer eine gewisse Unsicherheit nach sich zieht, ob ich vielleicht doch nicht so qualifiziert bin, wie ich denke.
Aber an dieser Stelle trete ich mir dann selbst in den Hintern, hake es ab und mache weiter. Ich weiß was ich kann. Und ich weiß auch, dass problemlos auch neue Dinge erlernen kann. Ich will arbeiten – ich will einen Job der mich fordert, in dem ich mich verwirklichen kann und der mir Freude bereitet! Und dafür bin ich durchaus bereit mir den Hintern aufzureißen. Da ich bisher ’nur‘ wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni war, bin ich super offen für all die Berufschancen und -möglichkeiten dort draußen. Wie soll ich wissen ob ein Job etwas für mich ist, wenn ich es noch nie probiert habe? Ich kann es einfach nur ausprobieren und das beste daraus machen. Denn dass ist schließlich mein Anspruch an mich selbst. Und das darf auch jeder wissen.

 

Glaubt an euch und seid mutig – bewerbt euch auch auf Stellen bei denen ihr vielleicht nicht zu 100% ins Profil passt. Es schadet nicht. Es ist eine gute Übung. Und die richtige Stelle kommt. Davon bin ich überzeugt.

 

Immer dran denken: aufstehen, Kopf hoch, Krönchen richten, weitermachen!
Soviel dazu. Aber es brannte mir auf den Nägeln.
Vielleicht hilft es dem ein oder anderen dort draußen ja zu wissen, dass ihr mit dieser Situation NICHT alleine seid. Ich denk an euch ( :

Love, Kristin