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Pflanzentrend: Sukkulenten

Sukkulenten – so ein doofes Wort! Ich finde das englische ’succulents‘ soviel knackiger! Aber es spielt keine Rolle – es bezeichnet die gleiche Pflanzengruppierung (zu der übrigens auch Kakteen zählen). Ich kenne Sie eigentlich mehr als ‚Oma-Pflanzen‘. Tatsächlich hat meine Großmutter eine Reihe davon als Bodendecker im Garten.

Ich selbst habe mal eine geschenkt bekommen als ich jünger war und konnte nie wirklich etwas damit anfangen. Jetzt ist das aber anders ( :

Warum ein Blogeintrag über Sukkulenten? Ich finde Sie einfach unfassbar cool! Sowohl aus biologischer als auch aus dekorativer Sicht. Aber zuerst mal zum Biologischen.

Bio-Facts zu Sukkulenten

Der Begriff Sukkulente stammt (oh Wunder) vom lateinischen ‚suculentus‚ – und bedeutet saftreich. Dies ist natürlich ein Hinweis auf die Fähigkeit von Sukkulenten Wasser zu speichern. Man unterscheidet zwischen Wurzel- Stamm- und Blatt Sukkulenten – je nachdem welches Organ zur Wasserspeicherung genutzt wird. Es gibt auch jegliche Kombinationen.

Die Wasserspeicherung ist eine Anpassung an extrem trockene Bedingungen, sodass Sukkulenten eben besonders in heißen Regionen vorkommen. Das macht Sie natürlich (gerade für Menschen ohne ‚grünen Daumen‘) zu idealen Zimmerpflanzen – sie sind sehr genügsam was Ihren Wasserbedarf angeht. Man muss also schon sehr lange nicht gießen, um eine Sukkulente zu töten (womit dann wohl die idealen Kandidaten für Jungesellen-Wohnungen wären…)

echeveria sukkulenten arrangement im zimmer

Dekorativer Reiz

Ich persönlich bin besonders fasziniert vom Wuchsmuster der Echerverien. Von der Geometrie – sie muten an wie Sterne. Es gibt Sukkulenten aufgrund ihrer unglaublichen Hetereogenität (es gibt in vielen verschiedenen Pflanzengattungen sukkulente Vertreter) natürlich auch gänzlich andere Wuchsformen. Und – es gibt sie in so unfassbar vielen Farben! Schaut mal auf meiner Pflanzenpinnwand vorbei – ich komme bei Sukkulenten am pinnen nie vorbei ( :

Sukkulenten halten

Wie bereits beschrieben, sind Sukkulenten recht anspruchslos in der Haltung. Am besten gedeihen sie in Kakteenerde (da kann man aber auch ruhig noch etwas mehr Sand untermischen) und mit regelmäßiger Gabe von wenig Wasser – ich persönlich benutze dafür eine Sprühflasche um die Erde zu befeuchten.

Viele Sukkulenten sind heiße und sonnige Regionen gewohnt – sie gedeihen prima an vollsonnigen Plätzen (wo andere Pflanzen gerne mal kämpfen). Besonders wenn sie helle Farben haben (weiß, grau, bläulich). Im Sommer, wenn die Sonne knallt, kann man ruhig einmal die Woche etwas Wasser geben. Zuviel Wasser sollte man unbedingt vermeiden und von Anfang an dafür sorgen, dass die Pflanzen gut drainiert sind, dass die Töpfe also Abflusslöcher haben. Man kann auch gut auf eine Schicht Blähton oder Tongranulat am Topfboden zurückgreifen, um Staunässe zu vermeiden.

Ich halte meine Sukkulenten in der Wohnung, aber es gibt auch winterharte Varianten, die man in Deutschland überwintern kann. Die Art Sempervivum stammt zum Beispiel aus Europa, und ist daher sehr gut an unser Klima angepasst. Es gibt sie in vielen Farbvarianten und Wuchsformen. Einige Echerveria Arten kann man ebenfalls überwintern, sowie einige Arten Aloe oder der Palmlilie (Yucca).

Sukkulenten vermehren

Sukkulenten bilden, wie einige andere Pflanzen, gern Kindel, also Nebensprossen. Viele kennen das von Orchideen. Man kann sie abtrennen und einfach einpflanzen.
Einige Arten lassen sich auch über abgetrennte Blätter vermehren. Man lässt die Schnittfläche ein paar Tage antrocknen und steckt sie dann in Erde. So entstehen neue Pflanzen. Ich selbst habe es noch nicht ausgetestet, aber es steht ganz oben auf meiner Liste ( ;

Alle Pflanzenfans, die ein kleines bisschen Nerd in sich trragen, können diese geometrischen Kunstwerke der Natur sicher wertschätzen!

Versucht’s doch mal und berichtet! Bis dahin!

Love, Kristin

Bildquellen (in Reihenfolge ihres Erscheinens): 1. | 2.| 3.

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